Der Bürgerblock Biedenkopf begrüßt die Einwendungen der Bürgerinnen und Bürger aus Wallau zu dem Konzeptentwurf ausdrücklich.

Wir haben in mehreren Sitzungen ebenfalls über die Überdimensionierung und die fehlende Kosten-Nutzen-Analyse kritische Anfragen gestellt, aber keine Antworten erhalten. Da jetzt auch die Ansätze im Haushaltsplanentwurf 2016 ausgewiesen werden, kann man von einem Volumen von 880.000 € in den kommenden Jahren sprechen. Darin sind die Abrisskosten mit rd. 230.000 € enthalten.

Meist entstehende Mehrkosten bei öffentlichen Bauten bleiben unberücksichtigt. Was ebenfalls außen vor bleibt, sind die Betriebs- und Unterhaltungskosten, die durch Personal- und Sachkosten entstehen. Der Bauhof wird mit der aktuellen Besetzung die Arbeiten nicht schaffen können, wenn man sieht, dass z. B. speziell für den Friedhof in Biedenkopf zusätzliche Kräfte eingesetzt werden. Das geplante Freizeitgelände wird schon allein durch die Größe und die geplanten Attraktionen einen großen Betriebsaufwand benötigen, damit die Benutzung des Geländes gewährleistet ist.

Die Aussage des Ortsvorstehers, den wir für sein Engagement in seinem Stadtteil schätzen, ist etwas hoch gegriffen, denn die Vorteile für die ganze Region sehen wir nicht. Unseres Erachtens profitiert – wenn überhaupt – nur der Stadtteil Wallau davon. Allein die Argumente der Wallauer Bürgerinnen und Bürger sind da ja aussagekräftig genug:

- schwer zu erreichen

- kein Ersatz für das Hallen- und Freibad (Schwimmteich),

-zu groß konzipiert, unrentabel.

Das sagt ja eigentlich alles. Man sollte nicht, weil Kommunalwahlen anstehen, plötzlich vollendete Tatsachen schaffen und nimmt dabei nicht alle Bürger/innen mit. Auch negative Aussagen können einen positiven Effekt haben. Darüber sollten die Mitglieder des Ortsbeirates Wallau nachdenken und die gemachten kritischen Äußerungen beachten.

Die angedachte Idee, die Flächen als Grundstücke zu verkaufen und anschließend die Anteile nach Abzug der Kosten anteilig an den Stadtteil Wallau für eigene Maßnahmen zu verwenden, halten wir immer noch für besser.